Der Weg zur eins – Ziele richtig setzen

Ein Problem, das jeder kennt

Zu Beginn eines jeden Schuljahres haben wohl viele Schüler/innen den selben Gedanken. Dieses Jahr lerne ich richtig, dieses Jahr fange ich früh genug an, dieses Jahr schaff ich die eins. Doch genauso wie es den meisten mit ihren Neujahrsvorsätzen geht, rückt auch dieses Ziel schnell wieder in den Hintergrund. Die Wochen vergehen und plötzlich steht die nächste Schulaufgabe an. Das Ziel der eins ist hier bereits in weite Ferne gerückt. Jetzt wird den ganzen Tag durchgelernt, um noch das bestmögliche Ergebnis herauszuholen oder gleich ganz aufgegeben mit der Hoffnung sich irgendwie auf eine vier zu mogeln. Um zu verhindern, dass jedes Jahr genau nach diesem Schema abläuft muss man eins lernen – seine Ziele richtig zu setzen.

Tipps um Ziele zu erreichen

Zuerst einige allgemeine Tipps. Ziele erreicht man leichter, wenn man sie immer vor Augen hat. Schreibt man sich zum Beispiel einen Zettel mit bestimmten Zielen und hängt ihn sich an die Zimmertür, wird man jeden Tag daran erinnert. Das hilft sich aufzuraffen und endlich mit dem Lernen zu beginnen. Auch Ziele festzulegen und sie offen auszusprechen kann hilfreich sein. Erzählt man seinen Freunden oder der Familie was man erreichen will, fühlt man sich mehr dazu verpflichtet. Dementsprechend beginnt man früher daran zu Arbeiten. Zusätzlich hilft es gleich bei einem weiteren Punkt, nämlich dabei Feedback für den eigenen Fortschritt, sowie die Zielerreichung zu bekommen.1 So kann man im Prozess das Lernen noch optimieren oder weiß was man nächstes Mal verbessern kann. Zu guter Letzt ist es natürlich noch wichtig, dass man das Ziel auch selbst erreichen will. Sagt man sich beispielsweise jeden Tag nur wie sehr man Mathe hasst, wird man sich kaum zum Lernen motivieren können.

Ziele richtig setzen

Einen großen Stellenwert bei der Zielerreichung hat aber auch die Zielsetzung. Hier gibt es vier wichtige Mechanismen.2 Zunächst muss das Ziel konkrete Vorgaben beinhalten.2 Nicht das WAS ist wichtig, sondern das WIE. Beispielsweise reicht es nicht sich eine gute Note in der nächsten Schulaufgabe vorzunehmen. Man muss sich konkret überlegen, was jeden Tag gelernt werden muss, um dies zu erreichen. So richtet man seine Anstrengungen auf zielrelevante Handlungen. Dann sollte man seine Zielvorgaben nicht zu niedrig ansetzen.2 Hohe Vorgaben wirken sich positiv auf die Anstrengungsbereitschaft aus und erhöhen das Arbeitstempo. Zum Beispiel könnte man sich hier eine bestimme Anzahl an Kapitel vornehmen, das Ganze aber gleichzeitig in einen zeitlichen Rahmen setzen. Der Druck darf aber natürlich nicht zu groß sein. Dafür kann man das aktuelle Lerntempo testen und sich dann schrittweise steigern. Abschließend helfen hohe Zielvorgaben auch dabei, sich relevantes Wissen schneller in Erinnerung zu rufen,2 was das Lernen effektiver macht und so zur Zielerreichung beiträgt.

Einflüsse auf Scoobel

Diese Erkenntnisse haben wir auch bei der Entwicklung der App umgesetzt. Mit Scoobel hat man sein Ziel immer vor Augen. Öffnet man die App hat man genau die Themen vor sich, die man sich vorgenommen hat. Zusätzlich ist es möglich der App zu erlauben, einen an das Ziel zu erinnern. So wird kontinuierliches Lernen gewährleistet. Auch erhält man beim Öffnen sofort Feedback durch die Visualisierung der eigenen Leistungen in den Prüfungen. Eine weitere Feedback Funktion ist die Belohnung durch Punkte für den eigenen Fortschritt. Auch bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, das Thema an sich spannend zu gestalten. Prüfungen lassen sich spielerisch im Quizformat lösen und bei den Erklärungen wurde auf eine strenge mathematische Form verzichtet, um die Verständlichkeit zu erhöhen. Dadurch soll motiviert und zur Zielerreichung beigetragen werden.


1. Locke, E.A., Frederick, E., Lee, C. & Bobko, P. (1984). Effect of Self-Efficacy, Goals and Task Strategies on Task Performance. Journal of Applied Psychology, 69, 241-251.
2. Locke, E.A., Latham, G.P. (2002). Building a Practically Useful Theory of Goal Setting and Task Motivation. American Psychologist, 57 (9): 705 – 717
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